Ei.Q. Presseinfo
vom 17. Januar 2005

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Information zu Dioxin in Freilandeiern

Ausgangsbasis

Seit Januar diesen Jahres gilt ein EU-weiter Grenzwert von drei Pikogramm Dioxin pro Gramm Fett in Eiern (entspricht drei Billionstel Gramm). Ei.Q. begrüßt grundsätzlich konsequente Regelungen, die die Reinheit der Lebensmittel und damit den Schutz der Menschen in den Vordergrund stellen. Gerade Ei.Q. Betriebe verfolgen das Ziel, gesunde und möglichst unbelastete Lebensmittel zu erzeugen. Die Länder Niedersachsen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern haben aktuell darauf hingewiesen, dass Freilandeier zum Teil mit Dioxin oberhalb des neuen Grenzwertes belastet sind.

Verbraucherministerin Künast verwies darauf, dass die belasteten Eier keine akute Gesundheitsgefahr für die Verbraucher darstellen. Der Ernährungswissenschaftler Dr. Alexander Parlesak (Universität Hohenheim) erklärte auf Nachfrage der ARD, dass 100 Eier an einem Tag gegessen werden müssten, um den WHO-Grenzwert zu erreichen, der zu einer akuten Vergiftung führt.

Trotzdem steht zweifelsfrei fest: Dioxin hat in Lebensmitteln nichts zu suchen! Es steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Woher kommt Dioxin?

Hühner, die in der Erde scharren, können Dioxine aufnehmen, wenn diese im Boden vorhanden sind. In die Umwelt gelangen Dioxine hauptsächlich durch Verbrennungsprozesse sowie bei der Produktion und Verwendung chlororganischer Verbindungen. Für den Eintrag in die Luft waren früher Abfall-Verbrennungsanlagen die wichtigsten Quellen. Heute sind thermische Prozesse der Metallgewinnung und -verarbeitung in den Vordergrund getreten.

Dioxine kommen in der Umwelt auch als natürlicher Stoff vor. Sie entstehen durch Naturereignisse wie Vulkanausbrüche oder Waldbrände. Der größte Teil der heutigen Umweltbelastung stammt jedoch aus den 80er Jahren. Als fettlöslicher Stoff sammeln sich Dioxine letztendlich im Fettgewebe von Tier und Mensch.

Was unternehmen Ei.Q. Betriebe gegen Dioxin?

Die Ei.Q. Betriebe ...

  • bedecken einen Teil der Ausläufe für ihre Hühner mit Materialien wie Sand und Kies, die keine Belastungen mit Dioxin aufweisen und tauschen diese regelmäßig aus.
  • können die Aufnahmevon Dioxin durch ein geeignetes Bodenmanagement - sprich durch Bodenbearbeitung und neue Einsaaten von z.B. Kleegras reduzieren.
  • verhindern durch Futteranalysen einen zusätzlichen Eintrag durch Futter.
  • tragen durch die Veranlassung weiterer Untersuchungen dafür Sorge, dass eine konkrete Gefährdung des Verbrauchers definitiv ausgeschlossen werden kann.